Äußere Uferstraße 29
Äußere Uferstraße 16/III
Lützowstraße 69
Schutzengelheim Lautrach
Kaufbeuren
Hartheim
Theresia Katharina ist am 28. März 1904 in Augsburg geboren. Ihre Eltern sind der Maschinenarbeiter Paul und Theresia Baumeister, geb. Kreile1
. Der Vater kommt aus Muttershofen, die Mutter aus Memmenhausen (Kreis Günzburg). Die Familie wohnt in der Äußeren Uferstraße 16. Theresia hat neun Geschwister, vier sind älter als sie: Maria, geb. 1897; Franz Xaver, geb. 1899 (fällt im I. Weltkrieg); Kreszenz, geb. 1900; Bernhard, geb.1901 (verstirbt 1930 in der Heilanstalt Kaufbeuren), Josef, geb. 1905 (hat eine geistige Beeinträchtigung und wird zuhause gepflegt); Paul, geb. 1907 (ist seit 1927 in Hartheim zur Pflege), Johanna, geb. 1911 (verstirbt mit 6 Monaten). 1915 hat die Mutter noch eine Fehlgeburt zu beklagen.
Theresia besucht in Augsburg die Förderschule, tut sich schwer im Lesen, Schreiben, Rechnen. Sie ist geistig stark beeinträchtigt infolge eines Defektes der Hormone der Schilddrüse2
.

Zu Hause ist die Mutter überfordert, denn mit zunehmendem Alter läuft Theresia des Öfteren von zu Hause fort. Auf Empfehlung des Bezirksarztes wird Theresia am 22. August 1922 im Schutzengelheim in Lautrach untergebracht. Sie ist 18 Jahre alt. Die Krankheit kann medikamentös nicht behandelt werden, alle 3 Lappen der Schilddrüse sind vergrößert. Theresia hat wie ihre Mutter und ihr Bruder Bernhard einen sog. Kropf3 .

Am Zustand der Patientin ändert sich im Laufe der Jahre wenig. Gemeinsam mit zahlreichen Patientinnen aus Lautrach wird Theresia am 16.11.1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren verbracht. Die Ursache der Verlegung von Lautrach nach Kaufbeuren war einzig und allein die spätere Ermordung der „nicht lebensfähigen“ Patienten in einer Tötungsanstalt.

Die Autoren des Gedenkbuches für die Kaufbeurer Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde beschreiben die Zustände in der Kaufbeurer Anstalt4
:
„Auch wenn die Heil- und Pfleganstalten großzügig gebaut wurden und anfänglich ein erkennbares therapeutisches und pflegerisches Engagement von Seiten der Ärzte vorhanden war, so herrschten doch aus unserer heutigen menschenrechtlichen Sicht katastrophale Zustände. Die bloße Verwahrung der Patienten stand im Vordergrund. Die Patienten lebten, nach Geschlechtern getrennt, ohne Tagesstruktur in den Tag hinein, schliefen in großen Krankensälen und lebten meist in geschlossenen Stationen. Das schlecht ausgebildete Personal, als Wärter bezeichnet, sorgte für Ruhe und Ordnung. Erregte Patienten wurden fixiert oder mit Dauerbädern beruhigt. Neu aufgenommene Patienten bleiben in der Regel monatelang in der Anstalt, und wenn eine Entlassung aufgrund der Schwere der Erkrankung oder wegen fehlender Lebensmöglichkeiten außerhalb der Einrichtung nicht angeraten erschien, bleiben die Patienten Jahre oder lebenslang in der Anstalt"5
.

Durch die Erfahrung des I. Weltkrieges, des millionenfachen Todes, des Leidens der Zivilbevölkerung und des wirtschaftlichen Zusammenbruchs verschärfte sich der Diskurs um die unterschiedliche Wertigkeit von Menschen. Der Jurist Karl Binding und der Psychiater Alfred Hoche veröffentlichten 1920 ein Buch mit dem Ziel der Freigabe der „Vernichtung lebensunwerten Lebens“. Sie forderten die gesetzliche Zulassung der Tötung behinderter Menschen, die sie als „Lebenshülsen“ und „Ballastexistenzen“ bezeichneten und denen sie die Eigenschaft des Menschseins absprachen6
.
Eugenik und „Rassenhygiene“ bestimmten ab 1920 immer mehr das psychiatrische Denken an den Universitäten und Heilanstalten. Die Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie, ab 1924 Kaiser-Wilhelm-Institut für Psychiatrie unter der Leitung von Ernst Rüdin, entwickelte sich zum Zentrum eugenischer und rassenbiologischer Forschung7
.
Ein alternativer Ansatz war in der von Gustav Kolb in Erlangen eingeführten offenen Fürsorge zu sehen. An diesem Projekt war Dr. Valentin Faltlhauser maßgeblich beteiligt. Er baute ein Netz von regionalen ambulanten Sprechstunden auf, hielt Vorträge und publizierte zur Reformpsychiatrie. Als Faltlhauser 1929 seinen Dienst in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren antrat, plante er, die „Offene Fürsorge“ in Kaufbeuren einzuführen.
Infolge finanzieller Einsparungen widersetzte sich der Kreistag von Schwaben und Neuburg als Träger der beiden schwäbischen Anstalten in Kaufbeuren und Neuburg den Visionen Faltlhausers. Die Ideologie der „Rassenhygiene“ wurde zum Leitmotiv der deutschen Psychiatrie und der Gesundheitspolitik. Anstelle der Behandlung und sozialer Eingliederung verlagerte sich der Schwerpunkt der psychiatrischen Arbeit auf Kontrolle, Verwahrung und „Ausmerze“ angeblich erblich belasteter Personen8 .
Valentin Faltlhauser selbst vollzog eine Kehrtwende vom Reformpsychiater zum entschiedenen Unterstützer der Sterilisation. Ab 1934 war er Beisitzer des Erbgesundheitsgerichts Kempten und wirkte als treibende Kraft bei der Durchsetzung des „Gesetz(es) zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14.7.1933“, das im Januar 1934 in Kraft trat9 . Damals schon stellte er die Forderung nach einer „systematischen Durchsuchung der Bevölkerung nach Erbkranken“10 auf. Von nun an sollten „Sippentafeln“ die „Erbgesundheit“ und Fortpflanzungsfähigkeit tausender Familien dokumentieren. Die Leitung dieses Projektes hatte Dr. Hermann Pfannmüller, Oberarzt unter Faltlhauser und später Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar bei München, später verantwortlich für dort verübte Krankenmorde11 .
Dr. Valentin Faltlhauser stand noch 1932 den Diskussionen um die „Euthanasie“ psychisch kranker Menschen kritisch gegenüber:
„es müsste denn sein, dass die Gemütsmenschen Recht bekommen, die am liebsten alle Kranken totschlügen, nur weil sie den Gesunden eine nutzlose Last bedeuten … ohne zu denken, dass Krankheit, Not und Tod niemals aus der Welt geschaffen werden können, die es immer gegeben hat, solange es Menschen gibt, weil es nichts auf dieser Erde gibt, was Anspruch hat, gesund und vollkommen zu bleiben“12
.
Infolge dieser Einstellung Faltlhauser wurde er erst spät in die geheime Tötungsaktion der Aktion T-4 eingeweiht. Im Januar 1940 erfuhr er von Dr. Hermann Pfannmüller von den Berliner Plänen, von dessen Ernennung zum T-4 Gutachter und dem ersten reichsweiten Transport von Münchner Patienten in die Tötungsanstalt Grafeneck am 18.1.1940.
Am 15. August wurde Faltlhauser zu einem Anwerbungstreffen nach Berlin in die Tiergartenstraße 4 eingeladen, an 26. August 1940 erfolgte der erste Transport Kaufbeurer Patienten in die Tötungsanstalt Grafeneck. Bei der Formulierung eines Sterbehilfegesetzes brachte sich Faltlhauser ein, das Gesetz kam allerdings nicht zustande13
. Vom 26. August 1940 bis zum 8. August 1941 erfolgten dann insgesamt 10 Patiententransporte mit insgesamt 687 Patienten in die Tötungsanstalten Grafeneck und Hartheim14
.
Zu Beginn der „Euthanasie“-Aktion wurden aus ganz Bayern, vor allem aber aus dem Regierungsbezirk Schwaben ab Sommer 1940 Patienten anderer Anstalten nach Kaufbeuren verlegt. So kamen viele Personen aus Ursberg, Holzen, Pfaffenhausen, Glött, Lauingen, Lautrach, Schweinspoint, Günzburg und aus den Kinderheimen Möhren und Stein ins Allgäu, um von dort aus in den Tötungsanstalten Grafeneck und Hartheim ermordet zu werden15
. Ende des Jahres 1939 trafen die Meldebögen des Reichministeriums des Innern (RMdI) in Kaufbeuren ein. Auf diesen Meldebögen musste von einem Arzt vermerkt werden, unter welcher Krankheit der einzelne Patient litt und ob er/sie noch arbeitsfähig sei. Aufgrund dieser Angaben entschieden die ärztlichen Gutachter der Berliner „Euthanasie-Zentrale T4“, ob der Kranke getötet werden müsse oder nicht.
Im darauffolgenden Frühjahr 1940 erhielt Dr. Valentin Faltlhauser, der damalige Anstaltsdirektor, erstmals eine Liste mit den Namen jener Kranken, die zur „Verlegung“ in eine sogenannte Reichsanstalt bereitzuhalten seien. Der Zweck dieser Verlegung war ihre dortige Ermordung.
Die Patientenbögen der „selektierten“ Patienten“ sind allesamt sehr kurz gehalten und umfassen häufig von ihrer Verbringung bis zum Abtransport nach Grafeneck bzw. Hartheim nicht mehr als 1 Seite.
Bei Theresia Feierabend ist auf dem Patientenbogen folgendes vermerkt (Auszug):
16.11.40: kommt aus dem Schutzengelheim Lautrach
27.1.41 P(atientin) kann kaum sprechen, lacht … über das ganze Gesicht … herzt die Hand … Versteht einfache Fragen, antwortet unartikuliert. … Unterhaltung unmöglich. P.… kann sich allein anziehen. W.
8.8.41 P. wird heute verlegt. P. war in den letzten Wochen unruhiger. Drängte oft hinaus und macht allerlei Schwierigkeiten.…
W.
Theresia Baumeister kommt am 8. August 1941 mit 132 weiteren Patientinnen und 7 Patienten mit den Grauen Bussen nach Hartheim16 . Mit ihr gemeinsam befinden sich weitere 36 Frauen und 4 Männer aus Augsburg und Umgebung auf dem Transport. Unter den insgesamt 143 Personen sind 57 Frauen und Mädchen, die am 16.11.40 vom Schutzengelheim Deybach-Lautrach nach Kaufbeuren verlegt worden sind17 .
Über den Ablauf der Verlegungen berichtete eine Ordensschwester:
„auf den Listen waren die Namen und jeder Name hatte eine Nummer. Und wir haben dann jedem Kranken, der auf der Liste stand, so ein Leukoplaststreifen auf den Rücken geklebt und darauf die Nummer und den Namen geschrieben. Uns hat man gesagt, diese Leute kommen in Wohltätigkeitsanstalten, zur Caritas oder so. Damit’s billiger wird. Ja, dann haben wir sie ganz schön angezogen, die schönsten Kleider und Wäsche haben wir mitgegeben, damit sie einen guten Eindruck machen. Ein paar Wochen später, als man schon wieder Kranke abtransportierte, kamen Kisten zu uns und da waren die ganzen Sachen der Kranken drin, Kleider und Wäsche und das hat alles nach Gas gestunken. Richtig gestunken hat’s! Und die Kleider waren alle verkehrt rum, die Nähte nach außen. Da hat man sicher den Patienten, wenn sie tot am Boden lagen, einfach die Kleider runtergezogen und in die Kisten geworfen. Da wussten wir dann, dass sie vergast werden, wir nahmen es mindestens an.“18
Der 8. August 41 ist der letzte Transport von Kaufbeuren nach Hartheim. Danach wird wegen der Proteste der katholischen und protestantischen Bischöfe, aber auch wegen der Information einer breiten Öffentlichkeit mittels der deutschsprachigen Welle des BBC im Sommer 1941 die Verlegung von Patienten in die Tötungsanstalten am 24. August 1941 eingestellt19
.
Die Opfer kommen zur Westseite des Schlosses, die dort in einen Holzschuppen einfahren. Die Opfer betreten das Schloss durch einen Seiteneingang. Die Transportbegleiter führen die Opfer zum Entkleidungsraum im Nordflügel des Schlosses. Die Kleider jedes Opfers werden mit einer Nummer versehen und aufbewahrt, ebenso persönliche Gegenstände und Schmuck. Die Pflegerinnen besorgen die Registrierung und Entkleidung. Im Oktober 1940 werden 11 Pfleger und Pflegerinnen aus dem Personalstand der Heil- und Pflegeanstalt des Reichsgaues Wien in Ybbs nach Hartheim dienstverpflichtet. Nur Franz Sitter verlangt, nachdem er Einsicht gewonnen hat, um Enthebung von der Dienstverpflichtung und Einberufung zur Wehrmacht.
Die PflegerInnen führen die nackten Menschen in den sog. Aufnahme-raum in der Nordostecke des Erdgeschosses. Hier wartet der Arzt, um anhand der Krankenakten und der Transportlisten die Identität der Opfer zu überprüfen.
In Hartheim entscheidet dann der Arzt – Dr. Lonauer oder Dr. Renno – bei der letzten Begutachtung, ob der Mensch vor ihm als besonderer medizinischer Fall anzusehen ist, dessen Organe, vor allem das Gehirn, nach seiner Ermordung für die Forschung präpariert werden soll. Diese Opfer werden besonders gekennzeichnet, ebenso jene, die goldenen Zahnersatz besitzen. Die als „medizinisch interessant“ gekennzeichneten Opfer werden anschließend in der Fotozelle fotografiert.
Wenn die Opfer diese Prozeduren durchlaufen haben, bringen die Pflegerinnen sie in die Gaskammer. Die Gaskammer, ein Raum von ca. 25 m2, ist wie ein Brausebad eingerichtet. Sechs Brauseköpfe, in der ersten Zeit auch Lattenroste und hölzerne Sitzbänke, sollen diese Illusion hervorrufen. Maria Himmelsbeck, eine der Pflegerinnen, schildert die Täuschung der Opfer: „Wenn sie ansprechbar waren, sagte man ihnen, sie würden gebadet. Viele freuten sich auf das Baden, auch wenn sie sonst nichts erfassten. Manche wollten sich nicht waschen lassen, man musste sie ins Bad zerren.“21
In der Regel werden 30–60 Menschen in die Gaskammer gebracht, bei größeren Transporten werden allerdings noch mehr in den kleinen Raum gepfercht. Wenn die luftdichten Türen verschlossen sind, lassen Dr. Lonauer oder Dr. Renno das Gas einströmen, indem sie im Nebenraum den Gashahn öffnen. Die Gasleitung verläuft am Boden der Gaskammer entlang der Wände, das verwendete Gas ist Kohlenmonoxyd, das in Stahlflaschen von der Firma IG Farben in Ludwigshafen geliefert wird. Die Tötungsmethode mittels Kohlenmonoxyd ist von dem Chemiker Alfred Widmann entwickelt worden, der beim kriminaltechnischen Institut in Berlin beschäftigt ist.
Nach 10–15 Minuten Gaszufuhr sind die Menschen in der Gaskammer tot. Die Brenner warten noch ungefähr eine Stunde, bis sie die Gaskammer entlüften und die Türen öffnen.
Die Toten, die zur Obduktion bestimmt worden sind, werden in den entsprechenden Raum gebracht, der sich im Westflügel gegenüber dem Totenraum befindet. Der Pfleger und Pathologiegehilfe Hermann Wentzel aus der Nervenklinik Berlin-Buch entnimmt den Toten die Gehirne oder andere Organe und konserviert sie in Formalin. Ein Teil der Gehirne geht nach Wien; welche weiteren Institutionen Abnehmer der Hartheimer Präparate sind, ist derzeit nicht bekannt22 .
Nun beginnt die eigentliche Arbeit der sog. Brenner. Sie transportieren die Toten in den anliegenden Totenraum und separieren die gekennzeichneten Leichname. Vinzenz Nohel, der von April 1940 bis Dezember 1944 in der Tötungsanstalt arbeitet, gibt bei seiner Vernehmung an: „Das Wegbringen der Toten vom Gasraum in den Totenraum war eine sehr schwierige und nervenzermürbende Arbeit. Es war nicht leicht, die ineinander verkrampften Leichen auseinander zu bringen und in den Totenraum zu schleifen“23 .
Im Krematoriumsraum, der an den Totenraum anschließt, befindet sich ein Krematoriumsofen der Firma Kori, in dem zwei bis acht Tote gleichzeitig verbrannt werden. Der mit Koks beheizte Ofen ist phasenweise praktisch ständig in Betrieb, nur so ist die Verbrennung so vieler Toter überhaupt zu bewältigen. (…) Wenn die Körper nach der Verbrennung nicht vollständig zu Asche zerfallen sind, werden die Knochen in einer elektrischen Knochenmühle zerkleinert, die in einer Ecke des Krematoriumsraums steht. Ein Teil der Asche wird dazu verwendet, die Urnen zu befüllen; eine Urne umfasst ungefähr 3 kg Asche24 . Die restliche Asche wird von den Brennern in Säcke verpackt. Die Asche wird sodann aus den Säcken heraus in die Donau geschüttet. Später wird die Asche im ehemaligen Schlossgarten an der Ostseite des Gebäudes vergraben25 .
Die Ermordung der Menschen aber geht weiter. Dr. Faltlhauser stellt im Bayerischen Innenministerium am 17. November 1942 den anderen Anstaltsleitern eine neue Tötungsmethode vor, die schließlich von allen Anstaltsleitern übernommen wird. Um Kosten einzusparen, soll den nicht arbeitsfähigen Patienten weniger zu essen gegeben werden als den arbeitsfähigen. Die sogenannte Entzugskost (E-Kost), die wenige Tage später gemäß ministeriellem Erlass für alle bayerischen Anstalten verbindlich gemacht wird26
, ist eine Ernährung ohne Kohlehydrate und Fett, bestehend aus wenig Brot und Gemüse. Zusätzlich erhalten die „lebensunwerten“ Patienten Luminal in die Nahrung, in manchen Fällen wird ihnen Morphium-Skopolamin gespritzt27
.
Theresia Baumeister wurde Opfer der sozialdarwinistischen Wahnideologie der Nationalsozialisten, welche für kranke und schutzbedürftige Menschen keinen Platz hatte und diese Menschen in eiskalter Logik ermordete.
Bundesarchiv Berlin, R 179-537 Theresia Baumeister
StadtAA Paul Baumeister, geb. 1871 und Therese geb. Kreile 1871
StadtAA, MB, Baumeister, Paul, 1871
StadtAA, MK 2, Baumeister, Paul, 1871
StadtAA, Gesundheitsamt Augsburg Stadt, Kartei 1, Baumeister, 28.03.1904
https://www.bezirkskliniken-schwaben.de/fileadmin/Daten/PDFs/%C3%9Cber_uns/Historie/NS_Euthanasie_Kaufbeuren_Irsee_2020.pdf abgerufen am 30.7.25
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